Wissenschaftliche Publikationen
Prof. Dr. med. Kurt Miller, Dr. med. Laura Wiemer, Jens Noertershaeuser
Uro-News Ausgabe 7-8/2021. Springer Medizin Verlag GmbH
Der Begriff 'DiGA', kurz für digitale Gesundheitsanwendungen, geistert spätestens seit dem Digitale-Versorgung-Gesetz durch die Publikumsmedien und Fachzeitschriften. An dieser Technik führt künftig in keiner Fachrichtung ein Weg vorbei. Höchste Zeit also, dass 'DiGA' auch in der Urologie etabliert werden.
Prof. Kurt Miller
Aktuelle Urol 2021; 52(03): 197. Georg Thieme Verlag KG
Das Smartphone ist heute zum unverzichtbaren Lebensbegleiter geworden. Auch vor der Medizin hat diese Entwicklung nicht halt gemacht – tausende 'Gesundheitsapps' sind verfügbar.
Aber dabei etwas Relevantes für die Urologie finden? Sehr schwierig. Gibt man in Googles Play Store den Suchbegriff 'Urology' ein erhält man 243 Treffer, darunter Apps aus völlig anderen Kategorien wie z. B. den Streamingdienst Netflix oder das Videoportal TikTok. Umgekehrt findet man gute Apps wie 'Nierenzellkarzinom Onkowissen' oder die 'GeSRU Hodentumor-App' nicht. Also schwer, die 'Spreu vom Weizen' zu unterscheiden.
Dank neuer regulatorischer Rahmenbedingungen ist jetzt Abhilfe in Sicht! In der 'digitalen Gesundheitswüste' Deutschland hat das BGM vor einem Jahr das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) geschaffen. Wichtiger Bestandteil sind Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA), die zur besseren Versorgung von Patienten beitragen sollen und von Ärzten verschrieben werden ('App auf Rezept'). Somit sind die Lösungen für Patienten auch erstattungsfähig.