Schweigen ist nicht Gold

Kranus Edera: Älteres Pärchen im Bett

Wie rede ich in meiner Partnerschaft über Erektionsstörungen?

Männer sind häufig der Überzeugung, sie müssten Probleme alleine bewältigen. Das trifft auch auf Erektionsprobleme  zu, denn die bis heute bestehenden Stigmata und Ängste rund um eine unbefriedigende Potenz sind allgegenwärtig. Daher verweigern Männer häufig das offene Gespräch mit der Partnerin oder dem Partner. Nicht miteinander zu reden und die Erektionsstörungen zu tabuisieren ist allerdings wenig zielführend. Denn die Folge sind Enttäuschung und Frust auf beiden Seiten - sowohl sexuell als auch emotional. Beziehungskonflikte sind vorprogrammiert und man verpasst als Paar die wichtige Chance, das Liebesleben wieder erfüllend zu gestalten. Dabei sind Behandlungen der Erektionsstörungen heutzutage wirksam wie einfach umzusetzen und das oft auch ganz ohne Medikamente. Ein offener Umgang in der Partnerschaft über die gegenseitigen Wünsche, Erwartungen und Bedürfnisse offenbart meist ganz neue, angenehme und lustvolle Erfahrungen und stellen den Kontakt und das Vertrauen zueinander wieder her.

Offener Umgang mit Erektionsstörungen

Auch wenn es noch so unangenehm sein kann: In der Partnerschaft über Erektionsstörungen zu schweigen ist nicht hilfreich oder zielführend. Vielmehr sollte ein offener Umgang über die Thematik “Erektionsprobleme”  in der Partnerschaft gepflegt werden. Das Thema zu tabuisieren, führt oft zu starken Schuldgefühlen und Spannungen. So fühlt sich der betroffene Mann beispielsweise nicht mehr “männlich” genug. Aufgrund der Erektionsstörungen ist er der Überzeugung, dass er seine Partnerin oder seinen Partner nicht mehr sexuell befriedigen kann. So wird von ihm befürchtet, dass er für einen potenteren Mann verlassen wird, oder entwickelt Eifersuchtstendenzen. Diese unausgesprochenen Gedanken führen dazu, dass sich der betroffene Mann in der Partnerschaft zurückzieht. Gleichzeitig bemerkt die Partnerin oder der Partner diesen Rückzug sowie die damit einhergehende Vermeidung von Gesprächen und körperlicher Nähe. Es kommen Selbstzweifel bei der Partnerin oder dem Partner auf, ob fehlende Attraktivität oder falsches Verhalten die Gründe für den Rückzug sind. Schnell werden diese Zweifel auf die Beziehung übertragen und die Partnerschaft infrage gestellt. Diese Ausführungen machen deutlich, warum ein offener Umgang hinsichtlich der Erektionsprobleme wichtig ist und dass dadurch ernsthafte Beziehungsprobleme vermieden werden können.

Mut zur Aussprache

Erektionsprobleme  sind zweifellos ein sensibles Thema. Sie überhaupt anzusprechen erfordert viel Überwindung und Mut - auch in einer stabilen Partnerschaft. Ein offenes Gespräch mit einer Vertrauensperson, zum Beispiel dem besten Freund oder mit der Partnerin oder dem Partner kann in jedem Fall dabei helfen, Druck und Frust über die Erektionsprobleme abzubauen. Auch der Gang zu einem Urologen sollte nicht gescheut werden. So kann dieser unter Zuhilfenahme gezielter Untersuchungen feststellen, ob bei der Erektionsstörung körperliche oder psychische Ursachen vorliegen. Bei psychischen Ursachen der Erektionsstörung ist ein Psychotherapeut oder Sexualtherapeut der richtige Ansprechpartner und hilft Ihnen mit gezielten Behandlungsansätzen weiter.

Wie kann Frau bei Erektionsproblemen helfen?

Traummann gefunden - der Partner ist aufmerksam, optimistisch und selbstbewusst. Doch eine Sache läuft leider nicht gut, das Sexleben. Der Penis des Partners wird nicht steif genug, um zu einem befriedigenden Geschlechtsakt zu gelangen. Das ist für beide Parteien frustrierend wie nervenaufreibend und kann auf Dauer selbst eine noch so stabile Beziehung ins Wanken bringen.

Nun stellt sich die Frage, wie die Frau beziehungsweise der Partner am besten helfen und unterstützen kann. Erstmal muss bei Erektionsproblemen dahingehend unterschieden werden, ob diese psychischer oder physischer Natur sind. Ersteres lässt sich meistens gut aus der (Beziehungs-)Historie des Partners ableiten und somit in einem vertrauensvollen Gespräch herausfinden. Es kann beispielsweise sein, dass der Partner vor der aktuellen Beziehung längere Zeit keine längerfristigen Partnerschaften hatte und Sexualkontakte, wenn sie vorkamen, von kurzer Dauer waren. Ist dies der Fall, kann es entweder dazu kommen, dass der Mann sich unterbewusst so unter Druck setzt, dass dies körperliche Folgen, nämlich ein schwer bis nicht erigiertes Glied, zur Folge hat. Ein anderes Szenario kann auch sein, dass der Mann bei den Sexualkontakten die er vor der Beziehung gepflegt hat, oftmals auf ein negatives Feedback gestoßen ist, was dazu führt, dass das ohnehin schon geschwächte Selbstbewusstsein hinsichtlich seiner Potenz nun weiter gewachsen ist und zu Versagensängsten führt die direkte Auswirkungen auf die Erektion haben.

Generell ist es als Partner in jedem Fall sehr wichtig, Verständnis für den Betroffenen zu zeigen und auch zu versuchen, in einem gemeinsamen Gespräch herauszufinden, woher die Erektionsprobleme möglicherweise kommen. Ebenso wichtig ist es seinem Partner das Gefühl zu geben, ihn nach wie vor als vollwertigen Mann wie Partner anzusehen und ihm zu zeigen, dass das (fehlende klassische) Sexleben keinen Einfluss darauf hat wie der Partner wahrgenommen wird und dementsprechend auch keinen Einfluss auf die Gefühle hat, die man füreinander empfindet.

Ebenso ist es ratsam, einen Urologen aufzusuchen, um hier zu eruieren, ob die Erektionsprobleme psychischer oder physischer Natur, oder aber aus einer Kombination von beidem, sind. Ist das Erektionsproblem psychischer Natur, ist es ebenso empfehlenswert, einen Paar- oder Sexualtherapeuten aufzusuchen. 

Da Erektionsprobleme für viele leider noch immer ein Tabuthema darstellen und der Weg zu einem Urologen zwar noch machbar erscheint, stellt der Weg zu einem Therapeuten eine ganz andere Hemmschwelle dar, aus Schamgefühl wie vielleicht auch aus Kostengründen. Hier kann die Kranus Edera Potenz-App einen Ausweg liefern. Innerhalb des 12-Wochen-Programms wird ein ganzheitlicher Therapieansatz durchlaufen, unter anderem mentale Trainings mit sexualtherapeutischen Ansätzen. Wer also das Problem beim Schopfe packen will, sollte sich die App mal anschauen. 

Erektionsprobleme: Tipps für das Paargespräch

Tipp 1 für das Paargespräch: Zeit

Wenn Sie den Mut gefasst haben und das Gespräch mit Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner suchen, helfen Ihnen folgende Tipps, sich auf das Gespräch vorzubereiten, sodass Sie ruhiger und gelassener sind. 

Machen Sie sich vor dem Gespräch klar, wie wichtig Sexualität in Ihrem Leben ist.

Informieren Sie sich nochmals über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der Erektionsstörungen.

Stellen Sie sich die Frage nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen beim Sex und ob es vielleicht etwas neues gibt, das Sie gern einmal ausprobieren wollen. Sobald Sie sich darüber im Klaren sind, bitten Sie Ihre Partnerin oder Ihren Partner um ein Gespräch.

Vereinbaren Sie am besten einen feste Zeit, damit das gemeinsame Gespräch auch verbindlich bleibt und sich keiner von beiden vor dem Austausch drücken kann.

Betonen Sie, dass Sie mit Ihrem Partner gemeinsam eine gute Lösung finden wollen.

Tipp 2 für das Paargespräch: Ort

Sie haben Ihre Partnerin oder Ihren Partner um ein Gespräch gebeten und eine feste Zeit ausgemacht. Wählen Sie als nächstes einen Ort, an dem Sie sich beide wohlfühlen und an dem Sie ungestört und ohne Zeitdruck sprechen können. 

Sprechen Sie über Ihre Gefühle und auch das, was Ihnen in der Beziehung fehlt. Seien Sie dabei möglichst konkret und vermeiden Sie Schuldzuweisungen. Ganz wichtig: Spielen Sie die Erektionsprobleme nicht herunter, denn es ist ein wichtiges und sensibles Thema.

Sprechen Sie dann auch über Ihre sexuellen Bedürfnisse. Seien Sie ganz offen und sagen Sie zum Beispiel, ob und wie wichtig Ihnen eine Erektion für ein erfülltes Sexleben ist. Stellen Sie aber auch die Frage, ob es andere Wege als den Geschlechtsverkehr gibt, um zu dieser Erfüllung zu kommen.

Wenn Sie etwas im Gespräch nicht richtig verstanden haben, dann bitten Sie darum, das Gesagte nochmal zu wiederholen, vielleicht in anderen Worten.

Es kann hilfreich sein, das Gesagte des anderen mit eigenen Worten zu wiederholen, um nicht aneinander vorbei zu reden.

Zudem ist es hilfreich, sich im Gespräch abzuwechseln. Vereinbaren Sie zum Beispiel eine feste Redezeit von 10 Minuten für jeden.

Eine potente Partnerschaft

Eine Partnerschaft, wie der Name bereits sagt, besteht aus mindestenes zwei Parteien. Das impliziert im Bestfall, dass man sich auch partnerschaftlich verhält. Im Klartext bedeutet dies, dass man sich für seinen Partner entschieden hat und diesen auch bei Problemen bestmöglich unterstützt. Unterstützung kann facettenreich sein und auch hier gibt es Grenzen des Möglichen und Machbaren. Eine Beziehung ist von Nähe, Intimität und Lust geprägt, das heißt nicht nur auf sexueller, sondern auch auf kommunikativer Ebene. Insofern ist der wichtigste Faktor bei Erektionsproblemen in der Partnerschaft ein offenes Ohr für den Partner zu haben und diesem mit viel Verständnis entgegenzukommen. 

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